Archiv für Juni 2013

postfossil mobil: Lastenräder selber bauen ohne schweißen am 13. und 14.7.13

An diesem Wochenende werden wir unter Anleitung des Lastenradkollektivs ohne zu schweißen aus einem „normalen“ Fahrrad ein Lastenrad für kleinere bis mittlere Transporte bauen. Es handelt sich hierbei um das Modell „Müllfix“, welches von Christian Kuhtz entwickelt wurde. Wie der Name schon sagt, sind für den Bau keine teuren Materialien von Nöten, das einzige was ihr mitbringen müsst, ist ein Damenrad und ein 20-Zoll-Hinterrad. Der Rest findet sich so. Für den Bau sind keine Vorkenntnisse erforderlich! Nachlesen könnt ihr die Bauanleitung im Heft über Lastenräder der Reihe „Einfälle statt Abfälle“ von Christian Kuhtz.

Geteilte Infrastruktur: Es können etwa 4 Lastenräder gebaut werden und ca 10-12 Personen teilnehmen. Am besten wäre es, wenn ihr euch vorher schon in Gruppen zusammen findet und gemeinsam ein Lastenrad baut.

Interesse?
Anmeldung unter werkstatt@notraces.net so bald wie möglich!
Ablauf: Samstag von 10-18 und Sonntag von 11-18.00
Bitte mitbringen: 1 Damenrad, 1 20-Zoll-Hinterrad
Teilnmahmebeitrag: 20 – 50 Euro (an den Finanzen sollte eine Teilnahme jedoch nicht scheitern)

und noch mehr Räumen…am 21.6. yeah!

Der nächste Termin für die große Einräum-Äktschn ist folgender: diesen Freitag, den 21.6. ab 15Uhr-20Uhr seid ihr wieder eingeladen euch und alle eure Freund_innen mitzubringen um die Werkstatt wieder nutzbar zu machen. Zur Zeit trocknet sie noch gut durch. Wie schon erwähnt, auch zu den Öffnungszeiten am Montag und Dienstag und Donnerstag ( nur Frauen*) sind Menschen da, die sich noch Unterstützung beim Einräumen wünschen.

Macht gern mal bischen Werbung dafür, damits wieder losgehen kann :-) danke und bis bald

Einräum-Äktschn: Freitag, 14.6.

Sooo….alles sauber geputzt! Seid eingeladen morgen, Freitag, den 14.6. ab 12h vorbei zu kommen.
Die Fische, die die Elbe uns in einer Pfütze in der Halle zurückgelassen hatte, sind nämlich nun in Sicherheit und wir möchten ab nächster Woche Montag einen Werkstatt-Betrieb auf Sparflamme aufnehmen. Dafür bedarf es allerdings einer gemeinschafltichen Einräum-Aktion. Da mensch sich bis vorhin nicht auf den blog einloggen konnte, kommt diese Mitteilung noch später als eh schon…

Aber kein Problem, nächste Woche wird noch genug zu tun sein: zu den regulären Öffnungszeiten benötigen wir noch Menschen, die motiviert sind, Dinge zu schleppen und herzurichten. Wie gesagt – wir räumen erstmal nach dem Prinzip Sparflamme ein. Es wird also nicht noch einmal eine derart anstrengende Hauruck-Aktion wie letzte Woche…. ;-)

Am Donnerstag, den 20.6. wird es auch wieder die Frauen*-Öffnungszeit geben. Diesmal Thema: „wie mensch eine vormals geflutete Werkstatt einräumt“. Dazu Kuchen zur Stärkung.

Ebbe

Das Wasser ist wieder runter vom Platz, nur der Schlamm hat sich bei uns eingezeckt, auch nach der dritten Aufforderung wollte er nicht davonschlürfen. Er braucht offenbar einen kräftigen Wink mit der Schaufel um zu verstehen, dass wir ihn nicht haben wollen. Kommt z.B. morgen, am Dienstag zur Öffnungszeit vorbei um uns schaufeln zu helfen.
Das weitere Aufräumen findet dann auch zu den Öffnungszeiten statt. Ein Termin für einen gemeinsamen Hauruck-Tag werden wir hier in den nächsten Tagen bekannt geben.

Am besten mitbringen: GUMMISTIEFEL, HANDSCHUHE, SCHAUFELN (falls ihr von allem mehr habt, gern mitnehmen)

Bis dahin :-)

Hochwasser! Morgen: Workshop Unterwasserschweißen

Wer kennt es nicht? Man liegt mit Quietscheentchen und Schiffchen in der Badewanne. Plötzlich rammt das Schiff den Wannenrand und schlägt leck. Wenn man jetzt bloß Unterwasserschweißen könnte: Schweißgerät auf den Wannenrand, Elektrode in die Hand, abtauchen und zuschweißen! Schon ist die Haverie abgewehrt.

Aus einzigartigem Anlass können wir euch diesen hochkarätigen Workshop unter praxisnahen Bedingungen anbieten, denn DIE WERKSTATT STEHT SEIT DEM VIERTEN JUNI UNTER WASSER!!!

Manche Schicksalsschläge lassen sich nur mit Humor ertragen. Außerdem konnte das Schlimmste abgewendet werden. Dank der Hilfe unzähliger Unterstützer*innen der Werkstatt wurde das Unmögliche möglich. Sämtliches Werkzeug, Materialbestände und auch eure Projektkisten bekamen Beine und entflohen dem verlorenen Stück Land, bevor die Elbe sie ergreifen konnte. Niemand von uns hätte geglaubt, dass wir so viele Tonnen Material so schnell würden sichern können. All das wäre ohne euch nicht möglich gewesen. Ganz GROßEN Dank!

Auch den anderen Projekten des Freiraum Elbtal gelang die temporäre Flucht vom Gelände….

Derzeit läd der Platz zu romantischen Bootsausflügen im strahlenden Sonnenschein ein. Das verquere Wetter hat das Gelände in einen postapokalyptischen Urban-Jungle verwandelt. In Booten und Badewannen treibt man durch die sonst so vertrauten Gebäude und mahnt sich in einem surrealen Freizeitpark.

Wenn das Wasser zurückgegangen ist, wird nicht gleich alles beim Alten sein. Der Platz muss dann erstmal austrocknen, die Brunnen müssen geprüft/ leer gepumpt und der Schlamm beseitigt werden. Dann beginnt das große Tragen ein zweites Mal. Daher ist jetzt noch unklar, wann wir den Werkstattbetrieb wieder aufnehmen. Mit Sicherheit werden wir und der gesamte Freiraum Elbtal die Aufräumarbeiten nicht alleine schaffen können. Dann brauchen wir euch erneut und natürlich auch hinterher, denn der Freiraum Werkstatt lebt nur mit euch.

Leider hängt das Überleben des Freiraum Elbtal und der Werkstatt nicht nur von den Pegelständen der Elbe ab. Wir wollen euch erneut die Kündigung des Platzes zum 30. Juni ins Gedächtnis rufen. Unsere sozialen, unkommerziellen Projekte sollen dem Investorentraum “Hafencity” Platz machen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde keine alternative, bezahlbare Räumlichkeit gefunden.
Wem es möglich ist, die Werkstatt finanziell zu unterstützen, kann dies am besten mit einer Fördermitgliedschaft umsetzen. Gerade jetzt wo keine Öffnungszeiten stattfinden können, sind wir auf regelmäßige Spenden angewiesen.

Die Gesetze des Marktes wirken in uns, um uns und über uns. Der Markt sitzt über der Stadt zu Gericht. Das Urteil lautet Kaufkraft sein oder Verbannung, Kaufkraft schaffen oder Rücktritt. Der Markt macht Politik, der Stadtrat vollstreckt die Politik des Marktes. Und wir selbst? Richten wir nicht bereits mittels der Kosten-Nutzen-Rechnung über unsere Beziehungen, über unsere Zeit? Lasst uns zusammen ausbrechen, aufbrechen in eine Zukunft der Menschlichkeit. We offer tools for selfempowerment! Figth to keep them! Discuss to keep them!

Wenn ihr aktiv für die unkommerziellen Freiräume in der Stadt eintreten wollt, dann mischt mit im großen Freiräume-Netzwerk, der Interessengemeinschaft Freiräume. Diskutiert mit euren Freund*innen über stark steigende Mieten und Projektesterben. Verbringt den Sommer in den Straßen, in den Projekten.


P.S.: Wir erinnern der in diesem Jahr für immer untergegangenen Projekte: AbfallGut, KOK 16