Archiv für November 2012

Treffen zur Gründung einer Interessengemeinschaft für unkommerzielle Freiraumprojekte in Dresden

Wie ihr vielleicht bereits erfahren habt, sind wir in unserer Existenz bedroht. Das Gelände auf dem wir ansässig sind, soll verkauft werden und wir haben zum 30.06.13 die Kündigung erhalten.

Dieses Schicksal ereilt gerade einige Projekte in Dresden. Daher haben wir die Initiative ergriffen und laden am kommenden Wochenende zu einem Treffen für unkommerzielle Freiraumprojekte ein. Wen diese Entwicklungen interessieren und uns unterstützen möchte kann gerne an dem Treffen teilnehmen.

Tagesablauf des Treffens zur Gründung einer Interessengemeinschaft für unkommerzielle Freiraumprojekte in Dresden

Wie versprochen schicken wir euch den Tagesablauf des Treffens, damit ihr euch in Projekt/Initiative/Gruppe/Verein inhaltlich vorbereiten könnt. Ein Infotisch wartet darauf mit euren Flyern o.Ä. bestückt zu werden.

Zeit Thema
14:00 Anmoderation vom Werk-Stadtpiraten e.V.
14:30 kurze Vorstellungsrunde der anwesenden Projekte und ihre Erwartungen an das Treffen
15:30 Beantwortung von zwei Fragen auf Karteikarten in Einzelgesprächen
→ Rote Karte: Was sind Missstände in den Projekten in Bezug auf ihre Lage in der Stadt Dresden?
→ Grüne Karte: Welche Handlungsfelder bieten sich an um diese Missstände zu überwinden?
(Je einen Gedanken auf eine Karteikarte)
16:00 Essen und Pause zum Kennenlernen
16:45 Große Runde: Vorstellung des sich aus den Karten ergebenen Gesamtbildes und Finden von Handlungsschwerpunkten
17:00 Bearbeitung der einzelnen Themengebiete in Gruppen (Dokumentation der Ergebnisse auf Plakaten)
18:00 Pause und Möglichkeit die Ergebnisse der anderen Gruppen zu betrachten
18:20 Große Runde: Inhaltliche Diskussion der Ergebnisse in Hinblick auf weitere Zusammenarbeit
19:20 Große Runde: Technik und Methodik einer weiteren Zusammenarbeit. Wann treffen wir uns wo? Wie arbeiten wir zusammen? Wie kommunizieren wir?
20:00 Ende, eventuell einen gemeinsamen Ausklang in einem Lokal

Wir freuen uns auf euch!

Eure Werk-Stadtpirat_innen

Einladung:

Einladung zur Gründung einer Interessengemeinschaft für unkommerzielle Freiraumprojekte in Dresden

Wir laden am 18. November 2012 um 14 Uhr im St. Pauli Salon (Hechtstraße 32 Hinterhaus, 01097 Dresden) zu einem Treffen ein, um eine Interessengemeinschaft für unkommerzielle Freiraumprojekte in Dresden ins Leben zu rufen. Ziel ist es einzelne Projekte zusammen zu führen und gemeinsame Interessen durchzusetzen.

Unkommerzielle, ehrenamtliche Gruppen, Projekte, Initiativen und Vereine haben es in Dresden nicht leicht. Erschwingliche Räumlichkeiten sind knapp. Gerade in den letzten Jahren sind Immobilienpreise und Mieten stark gestiegen. Viele Projekte finden sich in einer Konkurrenz zu kommerziellen Bewerbern wieder und können sich selten behaupten. Gleichzeitig haben sie seitens der Stadt mit Kürzungen im sozialen und kulturellen Bereich zu kämpfen und werden in ihrer Bedeutung für ein soziales, kreatives Miteinander der Bewohner_innen Dresdens kaum wahrgenommen.

Dieser Zustand ist sicherlich auch darin begründet, dass zu selten zusammenarbeitet wird um gemeinschaftlich auf Probleme aufmerksam zu machen, obwohl sie häufig sehr ähnlicher Natur sind. Daher wollen wir zu einem ersten gemeinsamen Treffen laden, auf dem wir uns kennenlernen und über Möglichkeiten einer gemeinsamen Vertretung von Interessen diskutieren können.

Anlass zu diesem Treffen bietet die aktuelle Bedrohung verschiedener sozialer und kultureller Projekte. So sind das Friedrichstadt Zentral (Kulturelles Zentrum), die Robert-Matzke Straße 16 (antirassistisches Wohnprojekt mit Veranstaltungsflächen), die Staufenbergallee 11 (Galerie, Werkstatt, Atelier), der Freiraum Elbtal e.V.(Ateliers, Werkstätten, Veranstaltungsflächen) und der Werk-Stadtpiraten e.V. (offene DIY-Werkstatt) akut in ihrem Bestand gefährdet.

Wir möchten uns bei diesem ersten Treffen ausreichend Zeit nehmen, damit möglichst alle Themen und Ideen diskutiert werden können. Es wird daher voraussichtlich mit Pausen bis abends dauern. Wir kümmern uns um eine Tagesplanung sowie um das leibliche Wohl. Wir freuen uns aber auch im Voraus über Unterstützung, Themenvorschläge und inhaltlichen Input. Den genauen Ablauf des Treffens werden wir dann in den nächsten Wochen bekannt geben.

Leitet diese Einladung gerne an Projekte und Personen weiter, die sich ebenfalls für ein solches Anliegen interessieren könnten. Außerdem wäre es schön, wenn ihr uns bald schreibt, ob ihr kommt, damit wir uns auf die zu erwartende Personenzahl einstellen können. Ihr erreicht uns unter der Adresse werkstatt@notraces.net.

Viele Grüße

Eure Werk-Stadtpirat_innen

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsradikalen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsradikalen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.

Öffnungszeit für Frauen*

Jeden 3. Donnerstag im Monat (15-19h) – nächste Termine: 16.5., 20.6.
Es wird dazu jedesmal einen thematischen Schwerpunkt mit Referentin geben, den wir hier bekannt geben.
Am 20.6. das Thema: „wie mensch eine Werkstatt wieder einräumt, yeah“. Dazu gibts Kuchen, selbstgemacht.

Warum sind Männer* aus Sicht der Organisator_innen hier nicht erwünscht?

Si­cher­lich wäre es wün­schens­wert, wenn wir in Ver­hält­nis­sen leben wür­den, in denen die Wör­ter Pa­tri­ar­chat und Se­xis­mus – und am bes­ten auch Män­ner* und Frau­en* – nur noch in den Ge­schichts­bü­chern vor­kom­men. Leider ist dem nicht so! Eine Strategie um mit den bestehenden Verhältnissen umzugehen, ist für uns der zeitweise Ausschluss von Männern*.
„Frauen und Technik – das passt irgendwie nicht zusammen“ spiegelt leider immer noch den Normalzustand in den meisten unserer Köpfe wider. Solche Sprüche sind weder harmlos noch witzig, sondern stehen stellvertretend für ein schiefes und patriarchales Geschlechterverhältnis. Darin wird alles Nicht-Männliche abgewertet. Dieses Verhältnis durchzieht sämtliche gesellschaftliche Strukturen und äußert sich u.a. in sexistischer Diskriminierung von Nicht-Männern*.

Frauen* kommen daher in der Wissensaneignung auf handwerklichem Gebiet oft zu kurz.
In vielen Bauwochen gelingt spannungsfreies Lernen aufgrund von Effizienzdruck oder fehlender Motivation zur Selbstreflexion, also dem Nachdenken über das eigene Handeln und Denken meist nicht und geschlechtstypische Verhaltensweisen werden zu oft reproduziert. Wir wollen gleichberechtigtere Lernsituationen schaffen, die es uns ermöglichen, unseren handwerklichen Erfahrungsschatz in einer angenehmen Arbeitsatmosphäre zu erweitern, eigene Verhaltensweisen zu reflektieren und uns davon weiter zu befreien. Daher sind uns temporäre Frauen*Räume in der Werkstatt wichtig, denn sie bieten ausnahmsweise den Menschen einen Freiraum, die allzu oft ausgeschlossen werden. (In der Vergangenheit waren unsere Workshops auch im FLT-Rahmen. Wir befinden uns gerade in einem Diskussionsprozess dazu und werden diesen demnächst transparent machen.

Wir als Organisator_innen gehen davon aus, dass Geschlechter als gesellschaftliche Kategorien konstruiert wurden und werden und sich als binäres (aus zwei Teilen bestehendes) System ständig neu reproduzieren. Soll heißen: wir alle werden im Alltag immer wieder als Männer* und Frauen* mitsamt ihrer angeblich natürlichen Eigenschaften (fremd-)definiert – auch wenn wir selbst dies vermeiden wollen. Obwohl wir also die Konstruktion der Kategorien von Frau* und Mann* erkennen,, sind diese eine gesellschaftliche Realität, die nicht nur in uns selbst eingeschrieben ist, sondern mit der wir durch die oben beschriebene Fremddefinition immer konfrontiert sind. Aus diesem Grund setzen wir ein Sternchen hinter die Bezeichnungen Frau* und Mann*.
(Im letzten Absatz haben wir die Formulierungen aus dem Reader „Das M und das S-Wort“ des Autonomen FrauenLesbenReferats der Uni Köln übernommen, weil wir sie treffend fanden)

Zum Weiterlesen:
- Heteronormative Matrix? Patriarchat? Was soll das sein und wo ist der Unterschied?
- „Geschlecht“ , Heinz-Jürgen Voß
-
Zur Aktualität von Sexismus
- verschiedene Texte zu Seximus
- „Feministische Theorie“, Andrea Truman
- queere Begriffe einfach erklärt (engl.)

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